Sie lieben Kunst und Historie? Dann sind Sie hier an der richtigen Adresse!

Denn in einem Gebäude der ganz besonderen Art und mit einer langen und spannenden Geschichte, können Sie Kunst aus der Region hautnah erleben – und das, obwohl das Kaponier, das etwas abseits der belebten Einkaufsstraße zu finden ist, eine eher düstere Geschichte hat. Das massive, fünfeckige Festungsgebäude wurde 1705 eigentlich als Außenwerk und Gefängnis der einstigen Zitadelle direkt über dem Moorbach erbaut. Und noch heute können einige Besonderheiten, die der damalige Festungsbaumeister G. L. Pictorius eingeplant hat, nachempfunden werden. So sind die Mauern des Kaponiers im Westen zum Beispiel nur rund 30 Zentimeter dick – und das hatte besonders zu den damaligen Kriegszeiten strategische Gründe. Im Fall einer feindlichen Besetzung hätten die Vechtaer den Bau von der Zitadelle aus so mit einigen gezielten Kanonenschüssen selbst zerstören können. Heute freuen sich vor allem Kunst- und Geschichtsinteressierte, dass es im 18. Jahrhundert nicht zum Äußersten gekommen ist.

Heute gilt das Kaponier als Wahrzeichen der Stadt Vechta. Außerdem ist es das einzige noch erhaltene Festungsgebäude der Zitadelle. Früher waren hier außerdem das Stadtarchiv und die Heimatbibliothek untergebracht. Doch nicht nur wegen seiner langen Geschichte sondern vor allem wegen seiner Atmosphäre ist das Kaponier heute ein beliebter Ausstellungsort für Kunst aller Art. Der Kunstverein Kaponier ermöglicht Künstlern regelmäßig, ihre Werke in dem urigen Gemäuer zu zeigen.

Besonderheit: Der Kunstverein Kaponier Vechta präsentiert in jedem Jahr die schon traditionelle Ausstellung zum Jahresende mit Werken heimischer  Künstler. 
Aktuell zeigt die Malerin Sibylle Springer Werke, die sich mit der Zwiespältigkeit giftiger Heilpflanzen beschäftigen. Dabei zeigt "Pharma Phlora" die natürliche Ambivalenz giftiger Heilpflanzen, die dadurch entsteht, dass sie zwar medizinischen Zwecken dienen, aber auch halluzinogene Wirkungen haben oder sogar tödlich sein können, wenn sie in zu großer Dosis verwendet werden. Die Vernissage fällt aufgrund der Corona-Pandemie aus, am Sonntag, 14. Juni, ist die Künstlerin aber von 16 bis 18 Uhr vor Ort, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung ist vom 13. Juni bis zum 5. Juli 2020 zu sehen. Geöffnet ist das Kaponier am Dienstag, Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr, Donnerstag von 18 bis 20 Uhr, Samstag von 11 bis 13 Uhr und Sonntag von 11 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr.

Informationen zu den jeweiligen Ausstellungen erhalten Sie über den Kunstverein Kaponier: www.kaponier-vechta.de 


 Kaponier Rckseite Krogmann