22September—  16:00 Uhr

Zeit für Musik 2024: Coco Chanel - Künstlerin, Ikone, Freundin

Coco Chanel war ein Phänomen, eine Legende. Ihr Aufstieg aus bitterarmen Verhältnissen zur reichsten Frau Frankreichs und Inhaberin eines weltweiten Modeimperiums hat etwas Märchenhaftes.

Sie gab genial genau die richtigen Anstöße zur richtigen Zeit, befreite die Frauen von Korsetts und machte ihre Kleidung funktionell, dabei gleichzeitig auf ganz neue Weise raffiniert. Zielstrebig, dabei auch manchmal rücksichtslos egoistisch, vergrößerte sie ihr Geschäft, bis es der Weltkonzern war, der heute noch besteht.

Der Nachwelt hat sie nichts Privates aus ihrer eigenen Hand hinterlassen, keine Briefe, keine Tagebücher. Wer ist die Frau, die zu dieser Ikone wurde? Wortgewandt hat sie in Interviews klare und eindeutige Antworten vermieden – was war Lüge, was die Wahrheit, kann man das überhaupt noch herausbekommen?

Das Ensemble Tityre hebt den Schleier an und versucht zu erkennen: Wer war der Mensch hinter den beiden verschränkten Cs? In ihren Freundschaften zu Künstlern war sie eindeutig großzügig, sie unterstützte Dichter, Maler und Musiker. Paris brodelte in Aufbruchstimmung, kaum vorstellbar, wieviele Talente gleichzeitig in den Clubs, Cafés, Theatern und Konzerthäusern unterwegs waren.

Und Chanel mittendrin – Kostüme für ein Ballett von Milhaud, lange Konzertnächte mit Poulenc, zwei Jahre Unterschlupf für Strawinskij und seine Familie – mit dieser Musik, die sie gehört und geliebt und gefördert hat, entführt das Ensemble Tityre Sie in eine besondere Klangwelt, frisch, charmant, manchmal frech – französisch eben!

Die Flötistin Annette Hermeling und die Pianistin Bettina Pfeiffer gründeten 1994 das Ensemble und benannten es nach einer Komposition Albert Roussels und einem flötespielenden Hirten, quasi einem Kollegen von Pan: Tityre. Erweitert um eine Oboe und eine Schauspielerin, entstand die "Weibermusik" und mit ihr das Format, das das entscheidende Markenzeichen des Ensemble Tityre geworden ist, eine innige Verschmelzung von Musik und Schauspielkunst: "Die Mischung aus Literatur und Musik ist freilich nicht neu und schon recht keine Erfindung des Ensemble Tityre. In der gebotenen Form jedoch ist etwas Einzigartiges, Originäres entstanden. Nicht Lautmalerei, nicht Effekthascherei. Eine herrliche Dramaturgie."

Das Konzert findet in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Vechta statt.

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